Angriff auf die Müllberge | FRANKFURT4U hat bei der Aktion „Niederrad putzt sich“ mitgemacht

Bericht von Claudia Novak

Am Wochenende hieß es: „Niederrad putzt sich“. Bewaffnet mit Plastiktüten und Müllzangen machten wir uns auf den Weg. Gestartet sind wir um kurz nach 10 Uhr am Samstagmorgen auf dem Bruchfeldplatz. Anfangs waren wir 13 aus unserer Gruppe Frühstück & Sprechen, an jeder Ecke kamen mehr hinzu. Wir sind ganz schön aufgefallen: Blaue Mülltüten, orangefarbene Handschuhe, Blick suchend nach unten. Überall ernten wir anerkennendes Nicken und ab und zu auch ein „Dankeschön!“

Allerdings waren unsere Plastiktüten höchstens zu einem Fünftel gefüllt, als wir die Straßenbahnhaltestelle „Rennbahn“ erreichten. Auf dem Waldweg, der um die Rennbahn führt, leuchten uns aber die Plastik-Müllberge entgegen. Gut, dass immer mehr Helfer hinzukamen… Sogleich haben wir einen Müllberg nach dem anderen in Angriff genommen. Die Kinder fanden im Gebüsch alte Schuhe, Dokumentenmappen und einen zerrissenen Koffer. Glücklicherweise ließ sich eine Abholung des Mülls direkt vor Ort organisieren, denn unsere Mülltüten waren schnell übervoll und es wurde Nachschub gebraucht.

Einmal ging es rund um die Rennbahn. Am Ende hatten wir einen schier unendlichen Berg an Plastikflaschen eingesammelt und verladen. Wir machten wir uns auf den Rückweg. Dabei liefen wir in einem Bogen über die Triftstraße und die Goldsteinstraße und sammelten alles ein, was noch in unsere Müllsäcke passte.

Wieder am Bruchfeldplatz angekommen, wartete ein Imbiss auf alle Helfer. In Eritrea isst man zur Fastenzeit kein Fleisch, keine Milchprodukte und keine Eier. Der Imbiss, der an der Sammelstelle am Bruchfeldplatz von den „Fleckenbühlern“ vorbereitet wurde, ist da genau das richtige: Ein würziger Eintopf mit Gemüse und Tofu – oder Würstchen für diejenigen, die nicht fasten. Ein paar Gruppenfotos noch, dann wird gegessen. Wir werden gefragt, was wir gefunden haben – ob es sich gelohnt hat, und ob so eine Aktion nicht noch öfter stattfinden sollte. Nach den Müllbergen, die wir im Wald entdeckt haben, sind wir uns einig: Je öfter, desto besser!

Noch einmal vielen Dank an die Organisatoren und die Fleckenbühler, wir hatten viel Spaß!