Tagesausflug in das Technik Museum Speyer

Gut gelaunt und gespannt auf den Tag trafen wir uns an der Paul-Gerhardt-Gemeinde um gemeinsam das Technik-Museum in Speyer zu besuchen. Wir, eine Gruppe von 35 Personen von „Frühstück und Sprechen“ eroberten am Dienstag, 11.7. kurz vor 10 Uhr den Bus der Firma Bott-Reisen und ließen uns zügig zum Ziel fahren.

Der erste große Ausstellungsraum, die denkmalgeschützte Liller Halle, erbaut 1913, bot uns zahlreiche Flugzeuge und Lokomotiven, sowie eine außergewöhnliche Sammlung klassischer Automobile. Vom Oldtimer bis in die Jetztzeit – wir konnten uns nicht satt sehen an den gewienerten blinkenden Karosserien.

Im Inneren eines originalen Jumbo Jet konnten wir in 20 Metern Höhe herum klettern und statt die Treppen zu nehmen in einer steilen Rutschbahn wieder auf dem Erdboden zu landen.

Die größte Raumfahrtausstellung Europas brachte uns hautnah an das russische Space Shuttle BURAN, eine Sojus-Landekapsel und viele weitere Exponate, die uns alle sehr beeindruckten.

Ein weiteres Highlight war der Besuch des Imax-Kinos. Dort haben wir den an Bord einer Weltraumfähre in 350 km Höhe gedrehten Film „Blue Planet“ gesehen, der die Schönheiten und auch Verletzlichkeiten unserer

Erde eindrucksvoll auf der riesigen Kuppelleinwand darstellte.

Der kleine Spaziergang zum Dom der Stadt war für die meisten von uns reine Erholung von all den zahlreichen Bildern und machte den Kopf frei.

Die Ruhe und der Raum um und im Dom halfen uns dieses imposante Gebäude aufmerksam zu besehen. Die Kathedrale ist die größte romanische Kirche der Welt und gehört zum Unesco-Weltkulturerbe.

Ein ganz herzliches Dankeschön sagen wir unseren Sponsoren, dem Kinderfestteam „Mutter vom Guten Rat“ der kath. Gemeinde St. Jakobus und dem Niederräder Busunternehmen Bott-Reisen ohne deren Unterstützung der Ausflug nicht möglich gewesen wäre.

Angriff auf die Müllberge | FRANKFURT4U hat bei der Aktion „Niederrad putzt sich“ mitgemacht

Bericht von Claudia Novak

Am Wochenende hieß es: „Niederrad putzt sich“. Bewaffnet mit Plastiktüten und Müllzangen machten wir uns auf den Weg. Gestartet sind wir um kurz nach 10 Uhr am Samstagmorgen auf dem Bruchfeldplatz. Anfangs waren wir 13 aus unserer Gruppe Frühstück & Sprechen, an jeder Ecke kamen mehr hinzu. Wir sind ganz schön aufgefallen: Blaue Mülltüten, orangefarbene Handschuhe, Blick suchend nach unten. Überall ernten wir anerkennendes Nicken und ab und zu auch ein „Dankeschön!“

Allerdings waren unsere Plastiktüten höchstens zu einem Fünftel gefüllt, als wir die Straßenbahnhaltestelle „Rennbahn“ erreichten. Auf dem Waldweg, der um die Rennbahn führt, leuchten uns aber die Plastik-Müllberge entgegen. Gut, dass immer mehr Helfer hinzukamen… Sogleich haben wir einen Müllberg nach dem anderen in Angriff genommen. Die Kinder fanden im Gebüsch alte Schuhe, Dokumentenmappen und einen zerrissenen Koffer. Glücklicherweise ließ sich eine Abholung des Mülls direkt vor Ort organisieren, denn unsere Mülltüten waren schnell übervoll und es wurde Nachschub gebraucht.

Einmal ging es rund um die Rennbahn. Am Ende hatten wir einen schier unendlichen Berg an Plastikflaschen eingesammelt und verladen. Wir machten wir uns auf den Rückweg. Dabei liefen wir in einem Bogen über die Triftstraße und die Goldsteinstraße und sammelten alles ein, was noch in unsere Müllsäcke passte.

Wieder am Bruchfeldplatz angekommen, wartete ein Imbiss auf alle Helfer. In Eritrea isst man zur Fastenzeit kein Fleisch, keine Milchprodukte und keine Eier. Der Imbiss, der an der Sammelstelle am Bruchfeldplatz von den „Fleckenbühlern“ vorbereitet wurde, ist da genau das richtige: Ein würziger Eintopf mit Gemüse und Tofu – oder Würstchen für diejenigen, die nicht fasten. Ein paar Gruppenfotos noch, dann wird gegessen. Wir werden gefragt, was wir gefunden haben – ob es sich gelohnt hat, und ob so eine Aktion nicht noch öfter stattfinden sollte. Nach den Müllbergen, die wir im Wald entdeckt haben, sind wir uns einig: Je öfter, desto besser!

Noch einmal vielen Dank an die Organisatoren und die Fleckenbühler, wir hatten viel Spaß!

Solidarität zeigen: FRANKFURT4U auf der EKHN Flüchtlingskonferenz

Am Samstag, den 4. Februar 2017 hat die evangelische Kirche zur Flüchtlingskonferenz ins Dominikaner Kloster in Frankfurt eingeladen. Dort hat sich FRANKFURT4U, das Netzwerk Migration Frankfurt, mit einem Ausstellungsstand vorgestellt. Bei dieser Konferenz ging es unter dem Titel „Kirche im Aufbruch“ darum, den Austausch unter den vielen Projekten möglich zu machen. Dabei stellten die Veranstalter die Frage: „Was wird ganz konkret in der Arbeit mit Flüchtlingen gebraucht“. Auch die politische Rolle der Kirchen stand im Blickfeld. Zudem sollte die Konferenz mit der den Aufgaben auseinandersetzen, die die vielfältiger werdende Gesellschaft mit sich bringt.

Bericht von Karina Kussius

In der Kirche des Dominikanerklosters waren am Vormittag ca. 20-25  Initiativen, Projekte, Organisationen mit Ständen vertreten. Über 400 Besucher nutzten die Gelegenheit, sich über ihre Angebote zur Integration zu informieren. Die Projekte reichten von Verbraucherzentrale zur Beratungsleistungen, zum Beispiel bei Vertragsabschlüssen, über Malworkshops der Uni Darmstadt bis zur Break Dance Gruppe einer Kirchengemeinde.

Die jungen Männer, die das Netzwerk Migration begleitet haben, haben abwechselnd den Stand besetzt und aktiv Leute angesprochen, Fragen zu Ihrer Situation und zum Netzwerk beantwortet. Ein echtes Kompliment war in diesem Fall die Frage „Was, du bist ein Flüchtling?“

Ein Zeichen für Solidarität

Volker Jung, der Präsident der Evangelischen Kirche Hessen Nassau, verlangte in seiner Rede, dass wir uns vor der Not der Menschen nicht verschließen: „Migration ist weltweit eine große Herausforderung. Diese Aufgabe kann nicht durch den Bau von Mauern oder gar mit Waffen gelöst werden.“ Die Not der Menschen in Syrien, Afghanistan, Eritrea oder auch in den Flüchtlingsladen in Griechenland dauert an. Die Kirchen wollen deshalb nicht nur die Situation der Flüchtlinge in Deutschland verbessern, sondern auch die Familienzusammenführung erleichtern.

Nach der Mittagspause hat eine Internationale Band Lieder unter anderem aus dem arabischen Raum gespielt. „Unsere Jungs“ waren sehr berührt in diesem Rahmen Heimatklänge zu hören und mitsingen zu können. Danach ging es in die Gruppendiskussionen mit Themen unter anderem wie Vernetzung, Partizipation, Grenzen, Selbstvergewisserung unter den Gesichtspunkten „Wo stehen wir heute, was brauchen wir und was brauchen wir von der Kirche“.

Nach einer beeindruckenden Break Dance Show von Jugendlichen der Bad Vilbeler Christusgemeinde wurden in der Abschlussdiskussion die Ergebnisse zusammengetragen: Kirche muss sich einmischen, Austausch möglich machen und zusammenarbeiten. Flüchtlinge sollten unabhängig von den Herkunftsländern Angebote wie Integrationskurse und Deutschunterricht erhalten. Vor allem ist ein wertschätzendes Miteinander das Ziel.

FRANKFURT4U stellt sich auf der Flüchtlingskonferenz vor

Für FRANKFURT4U war die Konferenz eine tolle Gelegenheit sich vorzustellen. Dabei standen kirchliche Positionen gar nicht im Vordergrund, als das Netzwerk Migration im Oktober 2015 gegründet wurde. Es haben sich einfach Menschen zusammengefunden, die Helfen wollten. Einige waren mit dem Wunsch gekommen „etwas zu tun“, wussten aber nicht, wie sie sich engagieren können. Andere hatten Ideen und suchten Mitstreiter. Einige wiederum wollten Kenntnisse und Erfahrungen aus anderen Bereichen in die Projekte einbringen. Und so fanden sich Teams zu verschiedenen Interessengebieten zusammen:

  • Begleitung und direkte Hilfe
  • Sport und Freizeit
  • Kunst und Kultur
  • Sprache und Bildung
  • Materielle Hilfe

Aus den Gruppen sind inzwischen viele lokale Projekte für und mit Flüchtlingen in Niederrad, Schwanheim und Goldstein entstanden. Die Ergebnisse konnten sich sehen lassen am Stand des Netzwerks Migration Frankfurt. Engagierte Frankfurter begleiten Flüchtlinge zu Behörden, sie helfen bei der Suche nach Ausbildungsplätzen, vermitteln Sprachpaten und vieles mehr. Seit über einem Jahr schon gibt es in Niederrad eine Kleiderkammer; Flüchtlinge können sich dort mit dem Nötigsten ausstatten – und sie finden immer auch Ansprechpartner für alle möglichen Themen. Auch viele Projekte, die zum Mitmachen und Kennenlernen anregen, sind erfolgreich angelaufen: Frühstück & Sprechen, Internationaler Spieleabend, Sport von Marathon bis Kinderturnen gehören zum festen Programm.

Fazit: Es war ein sehr beeindruckender Tag. Viele Projekte können nur auf Ehrenamtliche zurückgreifen. Daher geht der Aufbau eben genau so langsam, wie es halt tatsächlich geht. Ohne Netzwerke und Austausch von Erfahrungen und Wissen geht es nicht.

Einige waren überrascht, dass wir erst seit Ende 2015 tätig sind und ich kann das jetzt im Vergleich nur bestätigen, wir haben allen Grund stolz auf das zu sein was wir bisher schon erreicht haben.

Wer mitmachen möchte, erreicht das Koordinationsteam per E-Mail an orga@netzwerk-migration-frankfurt.de

 

Frühstück und Sprechen: Neu- und Alt-Niederräder im Gespräch

Im Mai 2016 wurde das Integrationsangebot Frühstück und Sprechen ins Leben gerufen. Zum Organisationsteam gehören Stefanie Stein, Claudia Nowak und Christiane Kewitz.

Bericht von Christiane Kewitz; der vollständige Beitrag ist im „Kirchenboten“ der Evangelischen Paul-Gerhardt-Gemeinde erschienen.

Seitdem findet dieses Frühstück alle 2-3 Wochen jeweils von 10-12 Uhr in den Räumen der Paul-Gerhardt-Gemeinde in der Gerauerstraße 52 statt. Das mittlerweile zu 10 Personen angewachsene Organisationsteam bereitet ein Frühstück für die ca. 40 Besucher vor. Die Gäste sind Flüchtlinge – mittlerweile lieber Neu-Niederräder genannt – und eingesessene Niederräder.

Treffen unter Freunden

Das Wiedersehen bei Frühstück und Sprechen ist nach mittlerweile fast 20 Veranstaltungen ein Treffen unter Freunden. Die Neu-Niederräder wenden dort mit wechselnden Tischpartnern das in den Deutschkursen gelernte Vokabular beim Essen an. Dabei werden aktuelle Themen besprochen und jeder kann Rat für jegliche Lebenslagen einholen. So wurden bereits Praktika, Ausbildungs- und Sportangebote, Möbel, Dialog- und Lernpartner im Alltag vermittelt.  Nebenbei wird gemeinsam gebacken, es wurde das Suppenfest und der Weihnachtsmarktstand zusammen vorbereitet.

Zum Frühstück und Sprechen gehören immer auch Sprachspiele. Sprach-BINGO und andere Spiele ermuntern alle, Deutsch zu sprechen und  auf Leute zu zugehen. Vor Weihnachten wurden, passend zur Jahreszeit, Weihnachtslieder gesungen. Ilona Strobel begleitete auf der Flöte, und alle sangen kräftig mit. Zur Überraschung aller besuchte uns Thomas Stephan als Weihnachtsmann und verteilte Schoko-Nikoläuse.

Singen und Tanzen bei Frühstück und Sprechen

Die Stimmung war heiter und man sah viele strahlende Gesichter. Nach den deutschen Weihnachtsliedern führte eine Gruppe aus Eritrea spontan ein Lied mit Tanz auf. Den Text des Liedes übersetzten sie im Nachhinein: „Dieses Jahr waren wir zusammen. Nächstes Jahr werden wir wieder zusammen sein. Das wünschen wir uns für das kommende Jahr“.

Dieses Gefühl über die Freude am Miteinander, über das persönliche Verbindungen entstehen und eine so zwischenmenschliche Wärme entsteht, die uns alle positiv beflügelt und die Hilfe durch Vernetzung erleichtert, nehmen wir mit in das neue Jahr 2017.

Die nächsten Treffen:

4.2., 18.2., 4.3., 18.3. 10:00-12:00 in der Gerauerstraße 52. Neue Besucher sind herzlich willkommen.

Kontakt:

orga@netzwerk-migration-frankfurt.de
www.frankfurt4u.de

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